Moser, Maximilian
Prof. Dr. Maximilian Moser
Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft war seit Studentenzeiten und später am Physiologischen Institut der Universität in Graz eine Grundthematik der Arbeit von Maximilian Moser. Neben anspruchsvollen Forschungsprojekten wie der Untersuchung österreichischer und russischer Kosmonauten in der Raumstation IR, liefen Kunstprojekte zur Darstellung von Klangphänomenen mit dem Freien Musikzentrum München und dem Avantgarde-Festival »Steirischer Herbst«. Umso naheliegender war es, die direkte Verbindung von Heil-Kunst und Wissenschaft zu untersuchen. Eine Studie mit dem Schweizer Sprachgestalter Dietrich von Bonin enthüllte zum ersten Mal die faszinierenden Klangstrukturen, die durch metrisches Sprechen im Körper entstehen. Das Herz und der Kreislauf entpupp-ten sich als Spiegel zahlreicher Körperrhythmen und stellten über den Atem den Wirkungsort der Kunsttherapie dar. Ein Bericht des NIH (»National Institute of Health«) über die daraus folgende Publikation titelte: »How Homer Helps Your Heart« während das Time Magazin sich fragte: »Does Poetry Make Your Heart Grow Stronger?«. In den 90er Jahren setzte sich Moser intensiv mit der Chronobiologie auseinander und mit dem Marburger Professor Gunther Hildebrandt, einem der Gründer dieser Disziplin, zusammen. Das Ergebnis war das einzige deutschsprachige Lehrbuch der »Chronobiologie und Chronomedizin«, erschienen 1998. Bezeichnenderweise hat diese Darstellung der menschlichen Körperrhythmen nicht über die englische Übersetzung ihren Weg in die Welt gefunden, sondern Richtung Osten über Russland und Japan, die eine jeweilige Übersetzung des Buches in renommierten Verlagen 2006 herausbrachten. Seit 1999 leitet Moser das von ihm gegründete »Institut für Nichtinvasive Diagnostik« der Landesforschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH in Weiz, Österreich, und arbeitet in der klinischen Forschung im Humanomed Zentrum Althofen im Süden von Österreich. Das Thema Wasser, das in
unmittelbarem Bezug zur Körperrhythmik wie zur Kunst steht, bearbeitet Moser in mehreren Forschungsprojekten als Leiter des Netzknotens »Wasser und Gesundheit« des Kompetenznetzwerks »Wasser«
http://www.joanneum.at/ind


